Link: Artikel 23 der UN-Behindertenrechtskonvetion

V. ´s Sohn M.

Meine Tochter V.  mit ihrem kleinen Sohn M.   bei einem der seltenen  Umgangs-Termine: Mutterliebe ist durch nichts zu ersetzen.                                                                                                      ZENSUR  des Fotos durch den vom Amtsgericht Erding bestellten  GESETZLICHEN  BETREUER !

 

Das Beispiel meines  mittlerweile                  6 – jährigen Enkel M. , der von amtswegen(!) „inkogniko“ bei einer Pflegefamilie irgendwo in Oberbayern lebt, dokumentiert auf traurige Weise, mit welcher behördlichen Missachtung Kinder und Familien geistig Behinderter in unserer modernen Gesellschaft immer noch zu kämpfen haben.

M. – ein moderner “ Kaspar Hauser „?

Geboren am 02. März 2011 in Landshut, lebt  M. wie ein  „Kaspar Hauser“  des 21. Jahrhunderts. Er ist seit seiner Geburt willkürlich getrennt von seiner Mutter und seinem Vater und muss stattdessen auf Weisung des Amtsgerichtes sowie des Jugendamtes Erding bei einer  „Inkogniko“ – Pflegefamilie leben. Auch wenn diese vergleichsweise gut für M. sorgt – so fehlt ihm doch die innige Liebe  und  Zuwendung seiner   leiblichen Herkunfts-Familie, deren Gene & Tradition  M.   mit sich trägt . . .

In seiner Pflegefamilie hat M.  kein eigenes Kinderbett und auch kein eigenes Kinderzimmer und schläft von Anfang an gemeinsam mit der insgesamt 5-köpfigen Pflegefamilie bestehend aus Vater, Mutter, leibliche Tochter (15 J.)  &  Pflegetochter ( 9 J.) & meinem Enkel M. (6 J.)  in einer Art „Matratzenlager“ – vom Jugendamt Erding ausdrücklich genehmigt !!!  Im Alter von fünf (!) Wochen  – als „Frühgeborener “  –  habe ich ihn einmal zufällig im Umhängesack seiner Pflegemutter gesehen – die mit ihm auf dem Fahrrad (!) fluchtartig in einer Panikreaktion das Weite suchte  –                           hierzu fehlen mir in der Deutschen Sprache die Worte !

Hierzu lautet die korrekte Geschichte :

Zufällig trafen die Inkogniko-Pflegemutter mit meinem Enkel M. und ich uns in einer Gärtnerei. Damals hatte ich meinen 5-Wochen alten Enkel bisher nur einmal gesehen –  Jörg hatte seinen leiblichen Sohn zu diesem Zeitpunkt – aus nicht nachvollziehbaren willkürlichen Gründen des Amtsgericht Erding – sogar noch nie sehen dürfen, obwohl er sich schon gleich bei Bekanntgabe der Schwangerschaft zum ungeborenen Kind bekannte! In der Gärtnerei wollte ich nur schnell ein paar frische Kräuter kaufen und hatte mich dann mit Jörg  treffen wollen, der ganz in der Nähe einen Termin hatte. Da ich mich durch die Begegnung mit der Inkogniko-Pflegemutter verspätet hatte, rief Jörg (!)  mich an und fragte , warum ich so lange in der Gärtnerei wäre und warum ich noch nicht zum vereinbarten Treffpunkt gekommen sei, da ich ansonsten immer pünktlich wäre . . . Ich erwiderte – ohne über die unerwartete Begegnung zu berichten – dass ich gleich zum Treffpunkt käme und beendete daraufhin das Telefonat mit Jörg. Der Inkogniko-Pflegemutter berichtete ich im Anschluss, dass dies ein Anruf von M.`s Vater gewesen sei mit dem ich mich ganz in der Nähe verabredet hatte und der sich wunderte, dass ich mich verspätet habe. Daraufhin meinte ich noch , dass Jörg bestimmt sehr gerne endlich auch seinen Sohn sehen würde und ER diesen Moment als Vater mehr als herbeisehnen würde !!! Während ich noch kurz mit der Inkogniko-Pflegemutter mich weiter unterhielt und dabei meinen kleinen Enkel betrachtet habe, klingelte erneut mein Handy ! Erneut war Jörg am Telefon und konnte sich nicht erklären, warum ich immer noch nicht beim Treffpunkt sei . . . Als ich ihm daraufhin wieder bat, noch kurz zu warten, bemerkte ich, wie die Inkogniko-Pflegemutter immer unruhiger wurde und dann plötzlich panikartig mit meinem kleinen Enkel im Tragesack sich auf ihr Fahrrad schwang und ohne Verabschiedung auf waghalsigste Weise das Weite suchte . . .

In einem Schriftsatz vom 13. 12. 2012 von Frau D. K. / Jugendamt Erding las ich  – zu meinem grossen Erstaunen – die selbe Geschichte – auf folgende Art :
“ Die Pflegemutter neigt nicht zu Panikreaktionen. Sie entfernte sich lediglich von Patricia Blum, die sie zufällig in der Stadt getroffen hatte und mit der sie sich kurz harmonisch unterhalten hatte, als diese trotz Verbotes von ihrem Handy aus Herrn E. anrief und ihn bat, umgehend herzukommen.“

SEHR GEEHRTE LESERIN / SEHR GEEHRTER LESER meiner Zeilen, können Sie anhand dieser „Beispiel-Geschichte“ erneut erahnen, welche Steine – nein, Gebirge – mir auf meinen Weg gelegt werden ???

Und was soll ich als Großmutter später einmal meinem Enkel M. sagen, wenn er mich fragt, “ WARUM in Gottes Namen er nicht bei seiner leiblichen Familie aufwachsen durfte ?!  Warum wir uns nicht für ihn eingesetzt haben, ob wir ihn vielleicht nicht geliebt und gewollt hätten?! “  Aus diesem Grund – und noch vielen weiteren Gründen – setze ich  ALLES  mit ganzem Herzen in Bewegung, damit  M. in seiner eigenen  Familie gemeinsam  – mit seinem Papa JÖRG  und  seiner Mami V.  – leben kann.                    Und  alles  Andere widerspricht der  NATUR !

Erst 6 (!) Tage nach der Geburt wurde ich als V. ´s  Mutter von der Geburt meines vier Wochen zu früh geborenen Enkelsohnes  M.  informiert – und weder die frisch entbundene Tochter noch den Enkelsohn durfte ich damals besuchen. Per Mail erhielt ich immerhin eine  „Bestandsmitteilung“, vom jetzigen gesetzlichen Betreuer,  Andreas Meier / Erding,  dass meine Tochter V.  von einem Sohn entbunden wurde. Den „frischgebackenen“ Vater und Verlobten von V.  ignorierte Herr Meier komplett – er erhielt bis heute keinerlei Information über die Geburt seines Sohnes M. , obwohl er sich schon weit vor dem Geburtstermin beim zuständigen Rathaus eine Vaterschafts-Anerkennungsurkunde für sein damals noch ungeborenes Kind ausstellen lies !

Vor 200 Jahren, 1812, wurde in Bayern ein Junge namens Kaspar Hauser geboren. Er wurde dann als Jugendlicher landauf-landab bekannt , weil er behauptete, bei einer Pflegefamilie in den Wäldern aufgewachsen zu sein, die ihm erst als fast Erwachsener das Schreiben sowie das Laufen beigebracht habe. M.  lebt zwar nicht in den Wäldern – aber er ist schon jetzt weit hinter seiner möglichen Entwicklung zurück- als Beispiel : M. kann noch nicht sprechen . . . Ganz bestimmt fehlt ihm die Liebe, Wärme und Nähe von Vater und Mutter – seiner leiblichen HERKUNFTSFAMILIE !

Verstoß gegen Kindeswohl und Menschrechte

Mutterliebe pur:  V.  mit M.  bei einer ihrer seltenen, vom Jugendamt Erding erlaubten Treffen.                                                       ZENSUR  des Fotos durch den vom Amtsgericht Erding bestellten GESETZLICHEN BETREUER !

 

Amtsgericht und Jugendamt Erding haben V.  den Säugling M. sofort nach der  Geburt von Amts wegen weggenommen. Nicht nur die Chance auf ein dank Muttermilch gesünderes Leben wurde ihm damit verwehrt. Auch die Wärme und Geborgenheit in seiner leiblichen Familie wird M.  seit seiner Geburt verweigert – was sowohl gegen das Kindeswohl im Speziellen wie auch gegen das Menschenrecht im Allgemeinen verstößt.

 

An der Namensgebung waren weder sein Vater noch die Großmutter beteiligt. Sein Vater wollte ihm unbedingt weitere Namen geben. Bis heute wird M.  die christliche Taufe, die sein Vater wünscht, von Amts wegen verweigert. „Nach meiner Information ist der zweijährige M. auch bis heute noch nicht getauft“, so Patricia Blum. „Denn da müsste ja unsere Familie dabei gewesen sein“.

„Taufe und Tauffest sind Feste im Familienrahmen, das gehört doch zu den Rechten eines jeden Menschen“, meint JÖRG. Der gerichtlich bestellte Vormund von M.  , Frau D. K. vom Jugendamt im katholisch geprägten Erding, ist der Meinung,  „das wäre im Moment nicht wichtig für den Jungen. Er könne später selber immer noch entscheiden, welcher  Religion er angehören möchte.“

Jugendamtsmitarbeiterin H.-K.  hält auch einen häufigeren Kontakt zwischen Vater und Sohn für nicht erforderlich. Mit 14 könne der Sohn immer noch entscheiden, ob er zu seinem Vater wolle, beschied sie diesem auf Anfrage. JÖRG wäre dann 85 Jahre alt. „Eigentlich müsste das Jugendamt heilfroh sein, wenn der Vater kommt und seine Vaterschaft anerkennt – und auch somit eingeschlossen seine finanziellen Pflichten“, so  M´ s Vater .  Und somit bleibt die Frage auch stehen, wieviel unnötige Steuergelder für diesen  „Jugendamt-Fall“ bisher schon verschleudert wurden . . . und bestimmt viel sinnvoller angelegt hätte werden können –  für Familien und KINDER , die wirklich in Not sind und eine HILFE  dringender benötigen !!!

Ein Herz und eine Seele: M.  und Papa Jörg bei einem der seltenen Umgangstermine.  ZENSUR  des Fotos durch das Jugendamt Erding !

Laut Bundesverfassungsgericht gilt: : „Krankheit oder Behinderung der Eltern gehören grundsätzlich zu den Lebensumständen, die das Kind als schicksalhaft hinzunehmen hat. Sie rechtfertigen als solches noch keinen Eingriff in die elterliche Sorge.“

„Erst bei essentieller Gefährdung des Kindes fordern seine Grundrechte staatliches Einschreiten. Gerade bei Eltern, die aufgrund ihrer geistigen oder psychischen Konstitution nicht in der Lage sind, ihren Elternpflichten nachzukommen, ist der Staat gehalten, vor einer Trennung von Eltern und Kind alle erreichbaren öffentlichen und privaten Unterstützungsmöglichkeiten auszuschöpfen, mit deren Hilfe der Familienstand aufrecht erhalten werden kann“, schreibt Professor Joachim Walter dazu in seinem Buch: „Rechtliche Aspekte des Sorgerechts der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung“.

Seine Mutter sieht  M. sporadisch nur alle  8  (!) Wochen für ca. zwei Stunden . . .

M.  dagegen bekommt seine Mutter V.  nur alle 8  (!) Wochen im Beisein der Inkognito-Pflegemutter zu Gesicht – obwohl seine leibliche Familie nichts so sehr wünscht, wie M.  ein behütetes und liebevolles Zuhause zu bieten. Wie der Umgang zwischen M. und V.  abläuft,  wie Mutter und Sohn miteinander umgehen, was sie fühlen, wissen weder V. `s  Mutter noch M’ s Vater. Eine psychologische Begleitung, die V.  in die Mutterrolle einführt, die gibt es nicht. Trotzdem wird vom Heim sowie dem Jugendamt Erding, die gleiche Anforderung an V.  gestellt, wie an eine normale Mutter.

Nach Artikel 6 des Grundgesetzes stehen Ehe und Familie unter besonderem Schutz des Staates. „Gegen den Willen der Eltern dürfen Kinder nicht prophylaktisch von der Familie getrennt werden. Auch bei geistiger Behinderung der Eltern nicht“, so Professor Walter, der auch Autor des Buches „Sexualität und geistige Behinderung“ ist, in einer Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Geborgenheit und Zugehörigkeit, letztlich die Wurzel menschlichen Glücks und gelingenden Lebens möchte JÖRG seiner V.  und dem gemeinsamen Sohn M. schenken, in den Jahren, die ihm noch bleiben. Und noch mehr. „M.  könnte in mir einen umsichtigen und liebevollen Vater haben, der finanziell gesichert ist und ihm seine väterliche Erfahrung mitgeben kann. Schließlich lernt man auch (!) vom Vater, um gewappnet zu sein für das spätere Leben“, sagt JÖRG. „Weihnachten, Geburtstage, das Umfeld, Kultur, Hobbys, Wandern, Natur, dem Kind das eigene Leben zeigen – das sind doch alles prägende Dinge. Das kann doch nicht in einem Amtszimmer im Jugendamt  Erding stattfinden.“

Tut es aber – derzeit.

Ein Wecker beendet die monatliche Umgangsstunde pünktlich

Nur eine Stunde im Monat dürfen Vater und Sohn in einer nüchternen Amtsstube miteinander spielen.

Nur eine Stunde im Monat dürfen Vater und Sohn in einer nüchternen Amtsstube miteinander spielen.  ZENSUR  des Fotos durch das  Jugendamt Erding !

Auch Vater JÖRG durfte seinen Sohn M. nur einmal im Monat sehen – aktuell ab Sommer 2014 für jetzt 2 x 2 Stunden / Monat ! „Umgangstermine“ mit dem kleinen M.  wurden von Frau M. H – K. , Jugendamt Erding, für  den leiblichen Vater JÖRG sowie für die Grossmutter PATRICIA  BLUM zudem auf  ein kleines, gerade mal zehn Quadratmeter großes Zimmer im Jugendamt beschränkt. Dort bekamen der leibliche Vater Jörg und ich als Grossmutter anfangs  den kleinen M. für einmal monatlich für eine Stunde von einer Mitarbeiterin des Jugendamtes über den Schreibtisch gereicht und durften mit ihm „spielen“. Auf dem Tisch steht ein Wecker. Nach einer Stunde beendet die Jugendamts-Mitarbeiterin den jeweiligen Vater – / Grossmutter – Kontakt stets höchst pünktlich. „Auf die Sekunde werden wir getrennt. Das kann man doch mit einem Kind nicht machen. Laut Protokoll ist zudem festgestellt, dass ich ein guter Vater bin  – sowie ich eine liebevolle Grossmutter ! “

Ein unmenschlicher Zustand

Für JÖRG – und mich –  ist das ein unmenschlicher Zustand. „Mein Sohn M.  soll kein Kaspar Hauser-Dasein in einer fremden Familie führen. Er gehört zu uns, zu seinen liebenden Eltern. Ich möchte, dass M.  sofort zu mir kommt und ebenso seine Mutter. Das wollte ich auch schon vor der Geburt.“ Deshalb hat JÖRG gleich, nachdem er von der Schwangerschaft erfuhr, in seiner damaigen Heimatgemeinde Schwindegg die Vaterschaftsurkunde beantragt und erhalten. Doch er hatte nicht mit den eigenwilligen Moralvorstellungen der Amtsrichter in Erding gerechnet.

M. und seine Großmutter Patricia – während eines der „Umgangstermine“ im Jugendamt / Erding . . .                                                            ZENSUR  des Fotos durch das  Jugendamt Erding !

Kindeswohl und KInderrechte von M.  werden mit Füßen getreten

Mitten im aufgeklärten Deutschland wird das Kindeswohl von M. sowie auch die Rechte seiner Eltern mit Füßen getreten. Seine Verurteilung zum „Kaspar Hauser“ – Dasein verstößt auch grob gegen alle international gültigen Kinderrechte. Laut Kinderrechts-Konvention der Vereinten Nationen (UN) gehört zu den Rechten des Kindes:

  • Das Recht auf persönliche Beziehung und unmittelbaren Kontakt zu beiden Elternteilen.
  • Das Recht auf den Grundsatz, dass beide Eltern für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind.
  • Das Recht auf vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohles
  • Das Recht, seine Eltern zu kennen und von Ihnen betreut zu werden.
  • Das Recht, nicht gegen den Willen der Eltern von diesen getrennt zu werden, es sei denn, dies ist wegen Misshandlung oder Vernachlässigung notwendig.

„Wenn geistig Behinderte Kinder bekommen, stehen Liebe und Geborgenheit im Vordergrund, die die Kinder durch ihre Familie bekommen können“, sagt etwa Professor Georg Marckmann, Medizinethiker von der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Wichtig ist die emotionale Bindung zum Kind. Eventuelle Defizite in der Betreuung müssen durch andere ausgeglichen werden können.“  Papa JÖRG und Großmutter PATRICIA würden nichts lieber tun, als V.  in ihrer Mutterrolle  liebevoll zu unterstützen.

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